Aller Anfang ist...?
- Stefan Eberhardt
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 11 Stunden
Wann hast Du zuletzt etwas begonnen und dann nicht zu Ende geführt?
Mit etwas zu starten, heißt, sich in Bewegung zu setzen und Bewegung erfordert Energie. Diese Energie entsteht meist aus einem inneren Impuls, etwas verändern zu wollen. Wenn das Ziel allerdings nicht klar ist oder der Weg, das Ziel zu erreichen, dann kann diese Energie sich leicht in verschiedene Richtungen ausbreiten. Statt sich zu fokussieren, richtet sich der Blick unkoordiniert in verschiedene Richtungen. Ohne es zu wollen, entfernst Du Dich Stück für Stück vom eigentlichen Ziel. Das birgt natürlich die Gefahr, dass sich die anfängliche Energie verflüchtigen kann, weil der innere Wunsch nach Veränderung keine Erfüllung findet. So etwas ist nicht motivierend und kann dazu führen, innere Impulse zu unterdrücken, zu ignorieren und zu resignieren ("Es ändert sich ja sowieso nichts").
Den inneren Impulsen Beachtung zu schenken ist der erste Schritt, sich mit den eigenen Wünschen und Vorstellungen auseinanderzusetzen. Erst wenn ich mir selbst darüber im Klaren bin, was ich eigentlich möchte, kann ich mir realistische Ziele setzen und sobald ich ein realistisches Ziel für mich formuliert habe, kann ich mir Schritte überlegen, wie ich dort hin komme. Klare und einfache Formulierungen helfen dabei, sich zu fokussieren. Wo möchte ich hin? Wie erreiche ich das? Was brauche ich dafür? Was sind die ersten Schritte? Je konkreter meine Absicht ist, desto zielgerichteter können auch die Handlungen sein. Und manchmal muss man sich von gewohnten Mustern verabschieden, um neue Wege einschlagen zu können.
Hermann Hesses Gedicht "Stufen" beschreibt Veränderungsprozesse sehr schön: "Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe / Bereit zum Abschied sein und Neubeginne [...] Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, / mag lähmender Gewöhnung sich entraffen."


